New PDF release: Das Ende der Männer und der Aufstieg der Frauen

By Hanna Rosin, Helmut Dierlamm, Heike Schlatterer

ISBN-10: 3827011329

ISBN-13: 9783827011329

Ist die jahrtausendealte Herrschaft des Patriarchats am Ende? Noch nicht, sagt Hanna Rosin, doch die massiven Veränderungen der Berufswelt und des Bildungssystems haben eine Dynamik in Gang gesetzt, die das Verhältnis zwischen den Geschlechtern nachhaltig verändert. So scheinen viele Anforderungen der modernen Dienstleistungsgesellschaft – Flexibilität, soziale Intelligenz, Kommunikationsfähigkeit – eindeutig Frauen in die Hände zu spielen, während Männer oft von den Umwälzungen überfordert sind. Hanna Rosin zeigt – frei von ideologischen Prämissen –, wie sich heute das Leben von Männern und Frauen unterscheidet, wie sehr sich die artwork und Weise geändert hat, wie heute gearbeitet, gelernt, zusammengelebt wird. Differenziert und mit vielen konkreten Beispielen gelingt es Rosin, die Chancen und Schattenseiten des »weiblichen Jahrhunderts« in den Blick zu nehmen. "Das Ende der Männer" ist keine feministische Streitschrift, keine Prophezeiung, sondern eine messerscharfe, weitsichtige Diagnose.

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Auch Claire Gordon, eine Yale-Absolventin, die die Klage unterstützt hatte, sagte auf die Frage, ob man bei der Hook-up-Kultur die Uhr zurückdrehen solle: »Im Vergleich zu einem egalitären sexuellen Wunderland ist die Situation nicht gut. « Sie hatte die Universität schon verlassen. Sie arbeitete bereits und wusste, welchen Weg sie einschlagen wollte. »Frauen brauchen einfach ein bisschen Zeit, um herauszufinden, was sie wollen und wie sie es einfordern können«, sagte sie. Die jungen Frauen verstanden offenbar intuitiv, dass sich die Zeit, in der sie lebten (und manchmal auch litten), durch eine bemerkenswerte Tatsache auszeichnete: Trotz der spezifischen Probleme des Hook-up am College, trotz der händeringenden Klage über die übersexualisierte und pornografieverseuchte Kultur der USA und trotz des mahnenden Zeigefingers, der in Realityshows wie Teen Mom und 16 and Pregnant erhoben wird, hat die grundlegende Dynamik zwischen Mann und Frau heutzutage eine andere Tendenz.

Paare mit Hochschulabschluss sind viel flexibler in Bezug darauf, wer welche Rolle spielt, wer wie viel Geld verdient, und in gewissem Ausmaß auch darauf, wer die Kinderlieder singt. Sie gehen über das Konzept der Gleichheit hinaus und entwickeln ganz neue Ehemodelle. Diese neue Ehe, in der das Verdienstverhältnis zwischen Mann und Frau vierzig zu sechzig oder achtzig zu zwanzig betragen und sich binnen ein oder zwei Jahren durchaus umkehren kann, so dass jeder Partner einmal die Befriedigung hat, mehr zu verdienen, nenne ich »Ehe mit wechselnden Rollen«.

Auch wenn es schwer zu glauben ist, das allzu rigide Selbstbild, das wir von uns hatten, ist heute jedenfalls eindeutig nicht mehr korrekt. Es gibt keine »natürliche« Ordnung, nur die Dinge, wie sie sind. In letzter Zeit erleben wir, wie schnell eine Ordnung, die wir einst für »natürlich« hielten, umgestürzt werden kann. Fast so lange, wie die Zivilisation existiert, war das Patriarchat, gestützt auf die Rechte des erstgeborenen Sohns, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, das Ordnungsprinzip.

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by Anthony
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